Hype um Clubhouse – die neueste Social App im Überblick

by grossstadtklein
smartphone clubhouse geöffnet app

Habe ich euch zuletzt noch von meinem Social Detox erzählt, gibts heute direkt ein neues Social Topic: Seit etwa 72h geht ein Ruck durch die deutsche Marketinglandschaft, ausgelöst von Clubhouse. Die neueste Social Media App löst einen regelrechten Hype aus, hier ein Überblick:

Ist Clubhouse wirklich so neu?

Nein, Clubhouse wurde schon vor mehr als einem Jahr entwickelt und ist bereits seit März 2020 verfügbar. Keine zwei Monate später wurde die App bereits mit 100 Millionen US-Dollar bewertet, laut Forbes Magazine war hierfür ein Investment der Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz verantwortlich von einer Höhe von mehr als 12 Millionen US-Dollar. Die App wird als der neue große „Big-Player“ gehandelt, die Idee zumindest findet aktuell Anklang. Wie viele andere Social Produkte kommt auch Clubhouse aus Silicon Valley.

Wie funktioniert’s?

Clubhouse ist eine Social-Audio-App. Das bedeutet, wir nehmen Inhalte ausschließlich auditiv wahr. Man kann sich das wie einen Live-Podcast vorstellen, an dem man teilhaben kann. Oder mit anderen Worten: ihr kommt auf eine Hausparty, manche Menschen kennt ihr, manche nicht. Ihr stellt euch zu einem Gespräch dazu, lauscht, ob euch das Thema interessiert. Wenn ihr etwas dazu sagen möchtet, klinkt ihr euch ein. Wenn nicht, geht ihr weiter und lauscht einem anderen Gespräch. Und so weiter. Für die verschiedenen Gesprächsverläufe sind Rollen festgelegt, folgende 3 Rollen gibt es:

3 Rollen bei Clubhouse:

  • Moderatoren:Sie leiten die Gesprächsrunde, indem sie User „auf die Bühne holen“ und sie zu Sprechern machen. Umgekehrt können sie aber auch User wieder von der Bühne entfernen. Gestern war ich in einem Talk zum Thema Social Media Trends 2021, gemeinsam mit Ann-Kathrin Schmitz und vielen anderen. Sie hat den Talk angenehm moderiert, in dem sie beispielsweise hin und wieder auf die fortgeschrittene Zeit und aber den roten Faden des Talks, die Trends, verwiesen hat.
  • Sprecher: Diese User können aktiv an der Diskussion teilnehmen und Wortbeiträge leisten. Wer als Zuhörer etwas sagen möchte, hebt virtuell mit einem Button die Hand. Das kennen viele von uns von diversen anderen Kommunikationstools seit der Pandemie vermutlich. Die Moderatoren sehen das „Handzeichen“ und können dich somit auf die Bühne holen.
  • Zuhörer: Einfach nur hören, was es zu diesem Thema aktuell zu sagen gibt, ist auch kein Problem.

Und wie bekomme ich eine Einladung?

Clubhouse setzt auf die Sogwirkung. Daher auch der Hype um die neueste Social App Clubhouse. Kaum eine App war in letzter Vergangenheit so begehrt und interessant wie diese. Verantwortlich für den Hype sind sogenannte Invites, zu deutsch Einladungen. Während sich jeder Besitzer eines iOs-Gerätes die App zwar laden kann, lässt sie sich nur mit einer Einladung eines Mitgliedes auch nutzen. Jeder Nutzer hat nach erfolgreicher Registrierung 2 Invites zu vergeben. Hier wird, ganz simpel aber smart, auf einen alten Trick der Luxusgüterindustrie zurückgegriffen: Exklusivität und künstlich erzeugte Knappheit.

Kritik an der neuesten Social App

Kein Roll-Out ohne Kritiker: Aufgrund der persönlichen Note der „Clubs“ oder Räume ist es selbstredend schwer, Inhalte zu kontrollieren. So wurde bereits von Hate-Speech und Beschwerden von Nutzern über rassistische oder antisemitische Äußerungen berichtet. Mit einem Anstieg der Nutzerzahlen würden sich solche Probleme vermutlich verstärken. Es bleibt abzuwarten, wie Clubhouse sich dieser Herausforderung stellen wird und Richtlinienverstöße sich ahnden lassen.

Hype um Clubhouse – zurecht?

screenshot clubhouse app talk

Etwa an Tag 2 des Hype um Clubhouse in Deutschland durfte ich durch eine Einladung beitreten und die neueste Social App noch in relativ jungem Stadium mit erkunden. Aufgrund der relativ einfachen Bedienbarkeit habe ich mich schnell zurechtgefunden. Mir ging es ähnlich mit der App Tik-Tok: mitgegangen, mitgefangen. Schnell vergingen die Minuten, ich habe direkt spannende Inhalte für mich entdecken können und einigen Themen gelauscht. Als Paul Ripke mit seinem Format „Better Call Paul“ ein Debüt auf Clubhouse gab, hab ich virtuell die Hand gehoben und meinen Instagram Account von ihm „roasten“ lassen – zum Glück für mich mit Lob statt großer Kritik. Das wäre mir vor etwa 400 Mithörern vermutlich ziemlich unangenehm gewesen (; Ich bleibe dran und bin gespannt, was wir aus der App machen.

Seid ihr schon bei Clubhouse, was haltet ihr von dem Hype? Lasst einen Kommentar da!

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